Kein "Chuck-Norris to go"

...sondern eine gute, ehrliche Aufklärung über Gewalt und einfache Schutz-Maßnahmen. Das wollen die DJJV-Selbstverteidigungs-Kurse FrauenSELBSTSicherheit vermitteln.

Wie in einem Erste-Hilfe-Kurs lernen Frauen Strategien für einen Notfall kennen, von dem alle hoffen, dass er niemals eintritt. Mit diesem Ansatz bilden die Selbstverteidigungs-Kurse eine wichtige Werbung für unseren Sport. Regelmäßig bieten die Frauenreferate der Ju-Jutsu Landesverbände diese Aus- und Fortbildung an. Mitmachen kann jeder Ju-Jutsuka ab 18 Jahren und mindestens 3. Kyu. Im November und Dezember 2018 organisierten die Landesverbände Hamburg (HJJV) und Schleswig-Holstein (SHJJV) die Veranstaltung in Kooperation für ihre Mitglieder. Zusätzlich konnten die Frauenreferentinnen Fatma Keckstein und Tina Dielenschneider sich sogar über TeilnehmerInnen aus Niedersachsen, Berlin, Brandenburg und NRW freuen. Die Ausbildung bestand aus zwei Wochenend-Modulen: Am ersten Wochenende beschäftigten sich die "Kursleiter-Azubis" und die "Lizenz-Auffrischer" gemeinsam mit den Kursinhalten und Lehr-Methoden. Das zweite Wochenende war den Azubis vorbehalten: Nach den letzten Lerneinheiten ging es in die Lehrproben, die den krönenden Abschluss der Ausbildung darstellen. In einem Rollenspiel präsentierte sich jeder Azubi einmal als Kursleiter und die Gruppe spielte dabei die Kursteilnehmerinnen. Diese Lehrproben sind immer eine sehr motivierende, erfrischende Erfahrung für alle, denn jede Persönlichkeit hat ihren ganz eigenen Unterrichtsstil. So wurde diese praktische Prüfung zu einem spannenden, aktiven Erlebnis, bei dem alle voneinander lernten. Im Anschluss konnten alle ihre Lizenz KursleiterIn für FrauenSELBSTSicherheit entgegen nehmen.

HJJV und SHJJV gratulieren dazu herzlich und freuen sich über ihre neuen KursleiterInnen!

Text: Fatma Keckstein