Prüfungsvorbereitungslehrgang Jiu-Jitsu

Im Flensburger Keller kamen am Samstag 27 Teilnehmer zum Prüfungsvorbereitungslehrgang Jiu-Jitsu. Peter Schneider, 9. Dan Jiu-Jitsu, hatte einige wertvolle Hinweise und Tipps, die er den zukünftigen Prüflingen und den Trainern mit auf den Weg mitgegeben hat.

Unter anderem bemängelte er die fehlende Etikette, die ihm bei den letzten Landesprüfungen aufgefallen ist: Neben dem Angrüßen sollte auch auf einen sauberen, unbeschädigten und weißen Anzug geachtet werden oder die Prüfung so demonstriert werden, dass der Prüfer sie auch sehen kann. Große Sorge macht Peter Schneider auch die Fallschule und nach dem was er beobachtet, wird es immer schlimmer. „Entweder wird den Prüflingen diese nicht beigebracht, vernachlässigt oder sie haben Angst davor. Ihr als Trainer müsst darauf bestehen“ richtete Peter die Worte an die anwesenden Trainer. Denn je besser man fällt, desto besser wird auch geworfen. Zu dem lassen die Bewegungsformen zunehmend zu wünschen übrig. Diese lassen sich hervorragend ins Aufwärmen integrieren, wie Peter demonstrierte. Weiteres Sorgenkind sind die Würfe: ¾ der Leute arbeiten mit Kraft, und wundern sich dann nach 5 Würfen, warum sie schon k.o. sind. Grundprinzipien wie Gleichgewichtbrechen oder Unterlaufen des Schwerpunktes bei Würfen werden stark vernachlässigt nach seinen Beobachtungen. Auch hier baute Peter Übungen ins Aufwärmprogramm ein und gab noch weitere Tipps aus seinen Wissensschatz. Bei den Festlege- und Transporttechniken ist bei vielen Prüfungen aufgefallen, dass Uke sich praktisch von selbst dreht, ohne den entsprechenden Anreiz dafür zu erhalten. Daher empfiehlt Peter auch mit anderen Partnern zu trainieren, um die Funktionsfähigkeit der eigenen Technik zu überprüfen. Das richtige Angreifen bzw. die korrekte Ausführung von Faust- und Fußtechniken spielt eine entscheidende Rolle, auch als Uke, nicht nur für die Prüfung. Wenn die Angriffe nur „luschig“ ausgeführt werden, kann Tori gar keine ordentliche Abwehr demonstrieren. Die Waffenabwehr ist auch immer wieder ein Problemfall. „Waffen sollten so trainiert werden, als wenn eine richtige Waffe verwendet wird“ empfiehlt Peter.