Wer nicht hilft, der macht sich strafbar!

Am Samstag, dem 16. September 2017, trafen sich 24 Sportler vor der Sporthalle des Tus Holstein Quickborn, um sich dem Thema: “Realistische Selbstverteidigung und Szenarientraining” zu stellen. Es war ein sonniger Herbsttag und durch die vorläufige Sperrung der Halle mussten die Teilnehmer vor dem Eingang warten. Während des Wartens wurden die Lehrgangsteilnehmer Zeugen eines Übergriffs auf einen wehrlosen Rollstuhlfahrer. Was sollte man tun? Welches Handeln wäre hier angebracht? Welche Pflichten habe ich?

So inszenierte der Referenten Herbert Bünning (6.Dan Ju-Jutsu) das erste von mehreren unterschiedlichen Szenarien, welche die Teilnehmer manchmal an den Rand der Überforderung trieben. Herbert hatte immer nachvollziehbare Beispiele und Technikkombinationen, im Zusammenspiel mit der Ernsthaftigkeit zur Realität. Das "Zaubern" von Kampfsporttechniken war hier deutlich im Hintergrund, sondern vielmehr das, was wirklich funktioniert und wie man sich und andere Personen schützt. Ein intensives Beispiel war das Auto-Szenario: Wie verteidige ich mich im Auto gegen einen Übergriff meines Beifahrers? Kleine Hebel und sinnvoller Einsatz von Nervendrucktechniken an den Vitalpunkten waren nur ein kleiner Bestandteil. Der Referent hat mit seinem fundierten Kampfsportfachwissen und der beruflichen Erfahrung, aus der Ausbildung von Spezialkräften von Polizei und Bundeswehr, alle Lehrgangsteilnehmer motiviert und sensibilisiert, auf potentiell gefährliche Situationen umsichtig und koordiniert zu reagieren. Denn, und das lag Herbert als Botschaft besonders am Herzen: “Wer nicht hilft, der macht sich strafbar!"