Beim letzten Training vor den Osterferien stellten sich insgesamt 18 Kinder der Prüfung zum weiß-gelben Gürtel. Diese Prüfung war besonders – es konnte an einem Tag eine neue Gürtelfarbe im Judo UND im Jiu-Jitsu erreicht werden, was vier Kinder mit Erfolg auch für sich nutzten. Es wurden u.a. Würfe, Befreiungen aus Kontaktangriffen, Schläge, Stöße und Festhaltetechniken gezeigt und bewiesen, dass auf seinen Partner / seine Partnerin beim Üben Acht gegeben wird. Wir, das Trainerteam, sind sehr stolz auf alle Prüflinge!

Auch haben Gerrit, der Jiu-Jitsu-Trainer, und Jana, die Judotrainerin, die Chance genutzt, ihr Können in der jeweils anderen Sportart zu demonstrieren und den gelben Gürtel zu erreichen. Durch die gegenseitige Vorbereitung haben sie viel voneinander gelernt und den Kindern gezeigt, dass auch Meister ihrer Sportart in anderen Disziplinen mit dem weißen Gürtel starten. Der längste Weg beginnt eben mit dem ersten Schritt.

Es hat sich am Prüfungstag mal wieder gezeigt, wie viele Übereinstimmungen, aber auch Unterschiede Jiu-Jitsu und Judo doch haben und wie gewinnbringend diese wertvolle Zusammenarbeit dadurch ist. Wir freuen uns schon auf weitere, gemeinsame Projekte!

Euer Budo-Trainer-Team

Seit vier Jahrzehnten ist die Ju-Jutsu Sparte in Grönwohld eine Quelle der Begeisterung für Kampfsportbegeisterte. Zum Jubiläum lud die Sparte zu einem Landestechnik- und Jubiläumslehrgang ein.

Ein besonderes Highlight des Lehrgangs war die Verknüpfung von Hebeltechniken mit Festlege-, Transport- und Wurftechniken sowie speziellen Techniken des Referenten Peter Schneider. Mit seinem beeindruckenden Erfahrungsschatz als 10. Dan Jiu-Jitsu, 2. Dan Pentiak Silat h.c. und 1. Dan Ju-Jutsu brachte Peter eine Fülle von Kenntnissen und praktischen Fähigkeiten mit, die den Teilnehmern neue Perspektiven eröffneten. Die Teilnehmer des Lehrgangs hatten die seltene Gelegenheit, von einem Meister seines Fachs zu lernen und sich in den Nuancen der Kampfkunst zu vertiefen. Neben der ernsthaften Arbeit an den Techniken war jedoch auch Raum für Heiterkeit und Gemeinschaftssinn. Das Jubiläum bot nicht nur eine Plattform für intensives Training, sondern auch für den Austausch von Erfahrungen und das Knüpfen neuer Freundschaften. Die Atmosphäre war geprägt von gegenseitigem Respekt und dem gemeinsamen Streben nach persönlicher Weiterentwicklung. Der Lehrgang unterstrich nicht nur die Bedeutung von Ju-Jutsu/Jiu-Jitsu als effektive Selbstverteidigungskunst, sondern auch als Weg der persönlichen Entwicklung und Wachstums.

Insgesamt war der Landestechnik- und Jubiläumslehrgang ein voller Erfolg, der die Bedeutung und Vielfalt des Ju-Jutsus/Jiu-Jitsus eindrucksvoll demonstrierte.

Am vergangenen Samstag, d. 23.03.2024, fand der Landesjugendlehrgang im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums der Ju-Jutsu Sparte SV Grönwohld, der sich Wurf- und Bodentechniken widmete.

Unter der fachkundigen Anleitung von Karina Rinke Schmidt, einer beeindruckenden Persönlichkeit mit einem breiten Erfahrungsspektrum im Kampfsport, erlebten die Teilnehmer einen intensiven und lehrreichen Lehrgang. Rinke, 4. Dan Ju-Jutsu, 1. Dan Jiu-Jitsu, 1. Dan Judo und BJJ Purple Belt, ist nicht nur eine erfahrene Kampfsportlerin, sondern auch eine herausragende Jugendreferentin des SHJJV. Ihre Expertise und Leidenschaft für den Kampfsport spiegeln sich in ihrer Lehrmethode wider, die auf Klarheit, Präzision und Respekt basiert. Der Lehrgang bot den Teilnehmern die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten in den Bereichen Wurf- und Bodentechniken zu verfeinern und zu erweitern. Unter der einfühlsamen und zugleich fordernden Anleitung von Rinke lernten sie, wie sie verschiedene Würfe und Bodentechniken miteinander kombinieren können, um ihre Effektivität im Kampf zu steigern. Die Teilnehmer wurden dazu ermutigt, ihre eigenen Fähigkeiten zu erkunden und zu verbessern, während sie verschiedene Techniken praktizierten und miteinander übten. Der Landesjugendlehrgang des SHJJV war somit nicht nur eine Gelegenheit, die technischen Fähigkeiten der Teilnehmer zu verbessern, sondern auch eine Chance, wertvolle Lebenslektionen zu lernen und neue Freundschaften zu knüpfen.

Dank der hervorragenden Organisation und der inspirierenden Anleitung war der Lehrgang ein voller Erfolg und wird den Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben.

Die Jiu-Jitsu Sparte des SVT Neumünster hat zum erste Mal das Vereinszertifikat des DJJV beantragt und darf nun für die nächsten zwei Jahre mit Stolz das Vereinszertifikat führen.

Dieses Zertifikat ist ein Qualitätsmerkmal und ist an viele Vorgaben gekoppelt, somit erhält nur jeder Verein und Jiu-Jitsu Sparte das Vereinszertifikat, wenn folgende Punkte erfüllt werden:

  • lizenzierte Trainer/-innen (Trainer A,B,C; Trainer B GP; Jugendleiter; Sportassistenten) werden eingesetzt
  • Trainer/-innen haben den Verhaltenskodex unterschrieben
  • Trainer/-innen haben ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt
  • anerkannte Meister/-innen des JJ (Dan Gradierungen) unterrichten
  • es wird nach dem offiziellen Ausbildungs- & Prüfungsprogramm des DJJV Ju-Jutsu/Jiu-Jitsu unterrichtet
  • Gürtelprüfungen werden nach den Standards des DJJV abgehalten und abgenommen
  • Breitensport-Training & Aktionen/Kurse werden durchgeführt
  • Trainer/-innen sind rechtlich in den Bereichen Selbstverteidigung & Notwehr geschult und können ihre Schüler/-innen entsprechend informieren

Das Trainerteam ist sehr stolz auf dieses Qualitätsmerkmal.

Der Landestechniklehrgang bot eine einzigartige Plattform für Ju-Jutsukas, um ihr Können zu verfeinern und neue Perspektiven zu entdecken. Unter der Leitung von Peter Schillinsky, 6. Dan Ju-Jutsu, 2. Dan Jiu-Jitsu, wurden besonders die Auslegungsmöglichkeiten des Prüfungsprogramms für Techniker, Wettkämpfer und für die Selbstverteidigung hervorgehoben. Ein entscheidender Aspekt bei der Prüfung ist die passende Technikausführung. Es geht nicht nur darum, die Techniken zu beherrschen, sondern sie auch in verschiedenen Kontexten präzise und effektiv anzuwenden. Dies erfordert ein tiefes Verständnis für die Mechanik der Bewegungen sowie eine kontinuierliche Verfeinerung der eigenen Fertigkeiten. In der Selbstverteidigung ist beispielsweise nicht nur die technische Fertigkeit entscheidend, sondern auch das taktische Verhalten. Dies umfasst nicht nur den Einsatz von Techniken, sondern auch die Einschätzung von Gefahren, die Vermeidung von Konflikten und die Nutzung der Umgebung zur eigenen Verteidigung. Peter betonte, dass das Prüfungsprogramm nicht als starres Ausbildungsprogramm betrachtet werden sollte, sondern vielmehr als Mindestvoraussetzung. Durch eine kreative Auslegung des Programms können Techniker, Wettkämpfer und Selbstverteidiger ihre persönlichen Stärken und Vorlieben zum Ausdruck bringen und ihr Ju-Jutsu auf ein höheres Niveau bringen.

Ju-Jutsu ist nicht nur eine Kampfkunst, sondern auch eine Sportart, die Disziplin, Fitness und Technik vereint. Um Ju-Jutsu-Trainer zu werden, ist eine fundierte Ausbildung unerlässlich. Das Grundmodul für den Trainer C Ju-Jutsu, auch bekannt als Sportassistentenausbildung, legt dabei den ersten Grundstein für angehende Trainer. Die Sportassistentenausbildung im Ju-Jutsu ist ein essenzieller Schritt für alle, die ihre Leidenschaft für diesen faszinierenden Sport in die Lehre weitergeben möchten. Das Grundmodul vermittelt grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten, die angehende Trainer benötigen, um sicher und effektiv Trainingseinheiten zu leiten. In der Ausbildung werden verschiedene Themenbereiche abgedeckt, darunter die Vermittlung von Trainingsmethodik, Pädagogik und Didaktik. Die Teilnehmer lernen, wie sie ein Training strukturieren, Übungen effektiv erklären und auf die Bedürfnisse ihrer Schüler eingehen können. Dabei wird auch Wert auf die Sicherheit im Training gelegt, denn im Ju-Jutsu ist eine korrekte Ausführung der Techniken essenziell, um Verletzungen zu vermeiden. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Sportassistentenausbildung ist die Vermittlung von Kenntnissen über Ju-Jutsu als Sportart. Angehende Trainer lernen die Regeln und Wettkampfformen kennen und erfahren, wie sie ihre Schüler auf Wettkämpfe vorbereiten können. Auch Aspekte wie Fairplay und Respekt gegenüber dem Gegner werden thematisiert und vermittelt. Neben theoretischem Wissen legt die Ausbildung auch großen Wert auf praktische Erfahrungen. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, das Gelernte direkt in die Praxis umzusetzen, sei es durch Hospitationen bei erfahrenen Trainern oder durch das selbstständige Leiten von Trainingseinheiten unter Anleitung. Die Sportassistentenausbildung im Ju-Jutsu bildet somit die Basis für eine erfolgreiche Trainerkarriere. Sie ermöglicht angehenden Trainern, ihre Leidenschaft für den Sport zu teilen und anderen dabei zu helfen, ihre Fähigkeiten zu verbessern und ihr Potenzial zu entfalten. Mit fundiertem Wissen, praktischen Fertigkeiten und pädagogischem Geschick ausgestattet, sind sie bereit, die nächste Generation von Ju-Jutsu-Sportlern zu formen und zu inspirieren.

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung am 03.03.2024 wurde wieder der Breitensportpreis verliehen. Die Auszählung der Punkte für des Sportjahre 2024 ergab folgende Platzierungen:

  1. Platz – Kodokan e.V. Norderstedt
  2. Platz – Lübecker Judo-Club e.V.
  3. Platz – TSV Neustadt e.V.
  4. Platz – SV Grün-Weiß Todenbüttel e.V.
  5. Platz – SV Tungendorf Neumünster von 1911 e.V.

Auf der Grundlage eines Rankingsystems erfolgt eine Bewertung der gesammelten Punkte der Mitgliedsvereine des SHJJV im jeweiligen Sportjahr für erbrachte Beiträge zur Sportorganisation. Hierzu zählen u.a. der Erwerb und die Verlängerung von Lizenzen, die Ausrichtung diverser Veranstaltungen des SHJJV sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Dies dient zur Förderung der elementaren Grundlagen einer Sportorganisation innerhalb der Verbandsstrukturen. Die fünf engagiertesten Vereine des SHJJV erhalten Förderungen in Form von Gutscheinen zum Erwerb von Sachmitteln. Bei den Sachmitteln handelt es sich um Trainingsausrüstung zur Förderung des Sportbetriebes Ju-Jutsu / Jiu-Jitsu / Brazilian Jiu-Jitsu innerhalb des jeweiligen Vereines.

Der Vorstand, die Mitglieder und die Sportler des Schleswig-Holsteinischen Ju-Jutsu-Verbandes e.V. danken für den engagierten Einsatz für das Ju-Jutsu, Jiu-Jitsu und BJJ in Schleswig-Holstein.

Das überarbeitete Sportförderungs- und Leistungssportkonzept (u.a. Breitensportpreis) ist seit dem 01.01.2024 gültig und auf der Webseite des Verbandes unter Verband -> Satzung und Ordnungen zu finden.

Am 2. März 2024 fand in Glinde ein hochkarätiger Landestechniklehrgang statt, der den Fokus auf Revers- und Kontaktangriffe legte. Unter der fachkundigen Leitung von Peter Schillinsky, 6. Dan im Ju-Jutsu, 2. Dan im Jiu-Jitsu, wurden den Teilnehmern sowohl Techniken im Stand als auch am Boden vermittelt.

Die Teilnehmer des Lehrgangs erhielten die Gelegenheit, ihr Verständnis für die subtilen Nuancen von Revers- und Kontaktangriffen zu vertiefen. Diese Techniken sind entscheidend für die Selbstverteidigung und können in verschiedensten Situationen von großem Nutzen sein. Während des Lehrgangs wurden verschiedene Aspekte dieser Techniken beleuchtet, darunter die Bedeutung von Timing, Körpermechanik und gezielter Kraftanwendung. Peter betonte die Wichtigkeit eines effektiven Einsatzes von Bewegungen und Haltungen, um einen Gegner in einem Angriffsmoment zu kontrollieren. Der Lehrgang stellte eine wertvolle Gelegenheit dar, um von einem erfahrenen Praktiker wie Peter Schillinsky zu lernen und sein Fachwissen zu erweitern. Die Teilnehmer gingen mit neuen Erkenntnissen und einem gesteigerten Selbstbewusstsein hervor, bereit, ihr Können in der Praxis anzuwenden.

Große Erleichterung nach bestandenen Prüfungen
 
Am 17.02.2024 haben sich sowohl Kinder, Jugendliche, als auch Erwachsene gemeinsam den Kyu-Prüfungen gestellt. Es war schön zu sehen, dass auch die Prüfungspartner nicht unbedingt derselben Altersklasse angehörten, sondern es sich bunt mischte. Auch bei der Nervosität gab es keine Unterschiede.

Geprüft wurde von Simone Töpfer,3. Dan Ju-Jutsu.

Erleichtert nahmen alle Prüflinge ihre neuen Gürtel in Empfang.


Selbstverteidigung für Erwachsene

An vier Montagen hintereinander ab dem 26.02.2024 wird es bei uns während des normalen Erwachsenen-Ju-Jutsu-Trainings einen Selbstverteidigungs-Workshop geben. Simone Töpfer,3. Dan Ju-Jutsu, hat sich dafür einiges einfallen lassen.

Zum ersten dieser vier Abende kamen sowohl Männer als auch Frauen, um sich mit viel Elan einem ernsten Thema zu nähern. Es gab ein bisschen Theorie und viel Praxis. Und gerade das Zusammenspiel mit den erfahreneren Ju-Jutsuka, die die Workshop-Teilnehmer ergänzten, machte sichtlich Spaß und hat die praktischen Übungen bereichert.

Am 24.02.2024 lud der SVT Neumünster von 1911 e. V. zu einem Landestechniklehrgang mit dem Thema „Selbstverteidigung in Alltagssituation und mit Alltagsgegenständen“ ein. 50 Sportler:innen aus unterschiedlichen Vereinen und Stilrichtungen folgten der Einladung und erlebten einen kurzweiligen Nachmittag, an dem das ein oder andere Sitzmöbel durchs Dojo flog, der Transportumstand einzelner Äpfel verteidigungsrelevant wurde und schnöde Klanghölzer zu schmerzhaften Druckverstärkern wurden.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung in das Notwehr- und Waffenrecht, gaben die Referenten, Christian Groffmann (5. Dan Jiu-Jitsu) und Gerrit Lukowski (2. Dan Jiu-Jitsu) den angereisten Teilnehmer:innen Impulse zur Verteidigung aus sitzender Position und zeigten dabei, dass ein einfacher Stuhl geeignet ist, einen Aggressor auf verschiedenste Weisen effektiv auf Abstand zu halten.

Neben dem Stuhl wurde im Verlauf des Lehrganges dann beispielsweise Einkaufsbeutel oder T-Shirts zu Hilfsmitteln zur Kontrolle und – so der Einkaufbeutel gefüllt wird – zu effizienten Schlagwerkzeugen. Weitere Alltagsgegenständen, wie beispielsweise Kugelschreiber oder Klanghölzer wurden als Schlag- oder Druckverstärker bei Block-, Stoß-, Hebel- oder Nervendrucktechniken genutzt.

Vier Stunden lang gaben die Referenten Impulse zur Verteidigung von unterschiedlichsten Angriffen und der Nutzung von Alltagsgegenständen. Dabei beschränkten sich Christian und Gerrit immer auf einfachste, auch unter enormen Stress abrufbare, Handlungsabläufe.

Zum Ende des Lehrganges gab das Versprechen, dass es in der zweiten Jahreshälfte 2024 eine Fortsetzung des Lehrthemas geben wird. Gerrit und Christian wollen dann auch komplexere Technikabläufe einbauen, sowie auf Handlungsalternativen und mögliche Folgetechniken eingehen.

Wir freuen uns drauf!

Foto/Text: ToRi