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Am 14.02.2026 fand in Mölln – pünktlich zum Valentinstag – ein Landestechniklehrgang im Kampfsport Ju-Jutsu statt.

In vier schweißtreibenden Stunden wurde zunächst das Thema „Atemitechniken richtig trainieren“ behandelt. Hier durchliefen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen eine Vielzahl von Übungsformen für das Atemitraining, wobei der Fokus jeweils auf unterschiedlichen Schwerpunkten – wie z.B. Präzision, Timing, Distanz, Schlagkraft, vor allem aber auch Spaß am Training – lag. Der zweite Teil des Lehrgangs stand unter dem Motto „Atemi-Wurf-Kombinationen – Anwendungsformen für jedermann“. Der Fokus war hier auf den Übergang zwischen den Atemitechiken, mit denen der Gegner „gestellt“ werden soll, und dem nachfolgen Wurf gerichtet.

Als Referentin führte Mirja Straßburger durch den Lehrgang. Mit viel Fachwissen, Motivation und Engagement verstand sie es, die Inhalte verständlich und praxisnah zu vermitteln. Gleichzeitig schaffte sie es, die Teilnehmenden immer wieder anzutreiben und für eine konzentrierte, aber auch positive Trainingsatmosphäre zu sorgen.

Die Teilnehmenden waren mit Begeisterung bei der Sache und meisterten sowohl die anspruchsvolle Thematik als auch die konditionellen Herausforderungen bestens. Besonders erfreulich war auch das vielfältige Teilnehmerfeld des Lehrgangs, das vom Anfänger- bis zum Meistergrad reichte, sowie die hohe Beteiligung von Jugendlichen.

Der Lehrgang war insgesamt eine gelungene Veranstaltung, die sowohl technisch als auch menschlich überzeugte und allen Beteiligten wertvolle Impulse für das weitere Training mitgab.

Am Samstag, den 12. Oktober 2024, fand beim SV Grün-Weiß Todenbüttel e. V. eine umfassende Prüfungsvorbereitung zur Landesprüfung im Ju-Jutsu statt. Die Veranstaltung, die auf zwei Mattenflächen durchgeführt wurde, richtete sich an Prüflinge vom 2. Kyu bis zum 5. Dan und legte einen besonderen Schwerpunkt auf die Neuerungen im Prüfungsprogramm, insbesondere in den Bereichen „Anwendungsformen“ und „Freie Darstellung“.

Die Referenten Mirja Straßburger (4. Dan Ju-Jutsu) und Jens Dykow (7. Dan Ju-Jutsu) führten die Teilnehmer kompetent durch den Lehrgang. Jens begann mit einer theoretischen Einführung in die „Freie Darstellung“, bevor die Teilnehmer die Möglichkeit bekamen, die Inhalte praktisch umzusetzen. Anschließend folgten praktische Einheiten zur Abwehr beweglicher Gegenstände und die Verteidigung gegen Messerangriffe.

Mirja beeindruckte die Teilnehmer durch ihre detaillierten Erklärungen und Demonstrationen der „Anwendungsformen“, die sowohl die offenen als auch die geschlossenen Formen der Kyu-Prüfungen umfassten. Später ging sie auf Gegentechniken gegen Würfe sowie auf die Anwendung von Atemi-Techniken ein, was die Lehrgangsteilnehmer besonders forderte und begeisterte.

Mirja Straßburger betreibt Ju-Jutsu seit 1993. 1999 hat sie die Prüfung zum 1. Dan Ju-Jutsu abgelegt, 2003 die zum 2. Dan, und 2007 als eine der ersten Frauen in Schleswig-Holstein überhaupt die zum 3. Dan. Seit über einem Vierteljahrhundert ist sie Trainerin im Akatuki Kiel.

Neben ihren Qualifikationen im Ju-Jutsu hat sie den 1. Kyu Karate erreicht und ist zertifizierte Fitnesstrainerin. Diese Kenntnisse hat sie genutzt, noch vor der Tae-Bo-Welle ihr Training mit Aerobic-Elementen zur effektiven Schulung insbesondere im Atemi-Bereich, mit und ohne Pratzen, anzureichern. Sie motiviert ihre Teilnehmer durch ihre professionelle Umsetzung, dynamische Erscheinung und mitreißenden Ansagen.

Für neun Jahre war sie 2. Vorsitzende sowie für drei Jahre Sportreferentin des SHJJV, seit 2015 ist sie Vorsitzende des Rechtsausschusses und seit 2023 Mitglied der Ehrenkommission. Jedes dieser Ämter hat sie, wenn nötig unter Zurückstellung der eigenen Belange, mit genauso vorbildlichem Engagement ausgefüllt wie ihre Arbeit im Verein und auf der Matte.

Mirja ist eine der erfahrensten und am meisten eingesetzten Prüferinnen im SHJJV; dementsprechend wird sie regelmäßig zu Landesprüfungen eingeladen.

Als Trainerin wie als Prüferin ist sie immer positiv den Schülern bzw. Prüflingen gegenüber, kommt sympathisch, locker und zielstrebig rüber. Als Bewegungsvorbild zeigt sie immer ein dynamisches, präzises Ju-Jutsu, welches sie methodisch und didaktisch vorbildlich aufbereitet und vermittelt.

Sie kann auf zahlreiche Einsätze als Referentin auf Landesmaßnahmen wie Techniklehrgängen, Sportassi – und Trainerausbildungen zurückblicken, wo sie mit ihrem Wissen als Juristin auch den Ausbildungsteil zur Notwehr/Nothilfe mit viel Praxisbezug vermittelt.

Dieses Unterrichten, das Zusammenbringen von vielfältigen eigenen Erfahrungen mit denen der Schüler, das sich-weiter-Entwickeln an den Schülern, ist es, das die Weiterentwicklung einer Danträgerin hin zur Meisterin genauso ausmacht wie das beständig weiterwachsende technische Repertoire. Beides, Mirjas technisches Können und ihre Fähigkeiten als Lehrerin auf der Matte, ist auf einem Level, das deutlich auf oder über einem 4. Dan liegt.

Mirja hat sich über viele Jahre immer dafür entschieden, ihre knappe Zeit neben Familie und Beruf im Verein und im Land als Funktionärin, als Referentin und Prüferin einzubringen, statt für sich selber zu trainieren.

So auch am 1. Juni 2024, als sie als Referentin im Rahmen der Trainerfortbildung in Todenbüttel in Anerkennung ihres technischen Könnens, ihrer Leistung als Trainerin und ihres außergewöhnlichen Einsatzes für das Ju-Jutsu in Schleswig-Holstein den 4. Dan Ju-Jutsu verliehen bekam.