Erfolg nach ausgiebiger Vorbereitung

Wochenlang wurde fleißig trainiert, geschwitzt und geübt – und jetzt hat sich die harte Arbeit endlich ausgezahlt! Unsere Ju-Jutsukas aus allen Altersgruppen haben ihre Prüfungen mit Bravour gemeistert. Die Nervosität war zwar da, aber zwischendurch blitzte immer wieder echte Freude an der Sache auf – richtig stark!

Besonders freuten wir uns über acht Gäste aus Kaarßen (Niedersachsen), die mit dabei waren. Geprüft wurde von Jenz Kutschki, Simone Töpfer, Christian Murach und Reiner Christ – ein echtes Power-Team!

Text/Fotos: Sabine Weise

Am 6. Juli 2025 fand in Neumünster ein Landestechniklehrgang des SHJJV statt der etwas anders war als sonst – ein Lehrgang, ohne Matten, ohne Gi, ohne lange Technikausführungen und ohne weiter Ausrüstung. Sondern effektive kurze und Knappe Techniken die auf realistischen Verteidigungssituationen, wie sie im Alltag auftreten können abgestimmt waren.
Die erfahrenen Referenten Christian Groffmann (5. Dan Ji-Jitsu) und Gerrit Lukowski (2. Dan Ji-Jitsu) wählten bewusst einen innovativen und praxisorientierten Ansatz, um alltägliche Situationen bewältigen zu können.

Angriffe passieren meist unerwartet, selten ist man vorbereitet oder speziell gekleidet. Die Motivation hinter diesem Trainingskonzept war klar: Wer sich effektiv schützen möchte, sollte dies unter möglichst authentischen Bedingungen üben. Ob Jogginghose, Jeans oder dicker Wintermantel – jedes Kleidungsstück beeinflusst Beweglichkeit und Reaktionsvermögen. Genau dieser Aspekt wurde beim Lehrgang konsequent berücksichtigt.

Christian und Gerrit vermittelten nicht nur verschiedene Verteidigungstechniken, sondern gaben auch praxisnahe Tipps, wie man handlungsfähig bleibt und flexibel auf überraschende Situationen reagiert. Der Weg mit verschränkten Armen deren Hände eingeklemmt sind, dauert länger, als wenn die Arme ein locker obendrauf legt.

Die Teilnehmenden setzten sich mit ausgewählten Techniken auseinander, wobei jedoch die Umsetzbarkeit im Vordergrund stand. Wie löse ich einen Griff, wenn mir die perfekte Ausgangsposition fehlt? Was ist zu tun, wenn ich überrumpelt werde? Wie kann ich meine direkte Umgebung nutzen?

Einfach mal schön ins Fell greifen! Einfach effektiv und für klein, groß, schwach und stark umsetzbar.
Wer sich traute wurde von Gerrit auf durch die Tür begleitet uns sah sich Kim im Vollkontaktanzug gegenüber. „Einfach“ dran vorbei, dahinten ist die Tür, die wieder in die Halle führt.

Alle Teilnehmer waren begeistert und freuen sich schon jetzt auf den 3.Teil der lehrgangsreihe von Christian und Gerrit.
Ein herzliches Dankeschön an Christian Groffmann und Gerrit Lukowski für ein intensives, praxisnahes und hervorragend organisiertes Training – sowie an den SHJJV für die gelungene Durchführung.

Am 19.07.2025 fand in Heidgraben unsere Jiu-Jitsu Gürtelprüfung statt. Dreizehn Prüflinge stellten sich den Herausforderungen. Die Prüfung wurde von Gabriele Blankenburg-Hollender 2. DAN abgenommen.

Die Jiu-Jitsu Gruppe hatten sich unter der Leitung von Gabriele Blankenburg-Hollender 2. DAN sowie Ilona Schick 2. DAN und Joanna Grickschas 1.KYU intensiv in den letzten Monaten auf diese Jiu-Jitsu Gürtelprüfung vorbereitet.

Die Prüflinge zeigten sehr gute Leistung in Bereichen der Fallschule, Grund-, Wurftechniken und die Abwehr von Angriffen unter der Anwendung der verschiedener Jiu-Jitsu Techniken. Die Atmosphäre war sehr positiv und alle Prüflinge zeigten vollen Einsatz.

Am Ende der Prüfung stand als Highlight noch die „Abwehr Freier Angriffe“ auf dem Programm. Das Abwehren gegen mehrere Angreifer ist anspruchsvoll, die ständige Bewegung und die Kontrolle des Blickfeldes sind entscheidend um geeignete Verteidigungsstrategien anzupassen. Alle Prüflinge haben diese Aufgabe unversehrt und gut bewältigt. Sie können stolz auf ihre gezeigten Leistungen sein.

Es wurden 6 gelbe Gürtel, 3 gelb/orange Gürtel und 4 orangene Gürtel vergeben.
Wir gratulieren allen Prüflingen herzlich zu ihren bestandenen Prüfungen und wünschen weiterhin viel Erfolg im Training.

Vorschau
Geplant für 2025 sind, Sommerolympiade, Gürtelprüfung sowie Lehrgangsbesuche

Bericht u. Fotos : Gaby Blankenburg-Hollender

Am 14. Juni 2025 fand die erste Landesprüfung des Jahres in den Disziplinen Jiu Jitsu und Ju-Jutsu statt.

Im Bereich Ju-Jutsu stellten sich insgesamt 17 Teilnehmende der Herausforderung: fünf Prüflinge auf 1. oder 2. Dan sowie zwölf auf 2. und 1. Kyu-Anwärter. Darunter waren auch eine Anerkennungsprüfung zum 2. Kyu sowie eine Seniorenprüfung. Wie immer auf Landesprüfungen wurde in relativ kleinen Gruppen geprüft, in denen die Prüflinge ständig durchwechselten, so dass sie kontinuierlich aktiv blieben, aber konditionell nicht überfordert wurden. Lange Wartezeiten entfielen – die Gruppen blieben in Bewegung, und niemand kühlte aus. Die Zeit verging dadurch wie im Flug, und die jeweiligen Prüfungskommissionen konnten sich voll und ganz auf die einzelnen Prüflinge konzentrieren.

Zur Landesprüfung traten insgesamt 5 Jiu-Jitsu Prüflinge an: 1 Prüfling   zum 4. Dan, 1 Prüfling   zum 1. Dan, 2 Prüflinge zum 1. Kyu und 1 Prüfling zum 2. Kyu begonnen wurde mit der Kodokan-Goshin-Jutsu zum 1. Dan, gefolgt von der Itsutsu-No-Kata zum 4. Dan. Anschließend folgten die technischen Vorführungen und zum Schluss die Verteidigung gegen freie Angriffe.  Es wurden gute, aber leider auch schwache Prüfungen gezeigt. Jedoch konnten die Urkunden für bestandene Prüfungen zum: 4. Dan einmal, 1. Dan einmal, 1. Kyu zweimal und zum 2. Kyu einmal den erschöpften, aber glücklichen Jiu-Jitsu’ka überreicht werden. Prüfer waren P. Schneider, 10. Dan, S. Wolf, 7. Dan und S. Boesel, 6. Dan.

Herzlichen Glückwunsch zu den neuen Graduierungen!

Am 02.06.2025 fand die zweite Behördenprüfung im Justizvollzug SH für die Graduierungsschüler 2024/2025 an der Justizvollzugsschule in Boostedt statt.

Die erste Etappe auf diesem Weg wurde bereits im Dezember 2024 mit der Prüfung zum gelben Gurt gemeistert. Nach einem weiteren halben Jahr hartem Training folgte nun die Prüfung zum orangenen Gurt.

Unter den Augen von Gerrit Lukowski (2. Dan und ETR- Koordinator im Justizvollzug SH) haben alle 10 Teilnehmende die anspruchsvolle Prüfung hoch konzentriert und erfolgreich absolviert. Die Graduierung ist Voraussetzung für die nun folgende ETR- Lizenz Ausbildung.

Foto/Bericht Gerrit Lukowski

Auch in diesem Jahr war unsere Freizeitfahrt „Budokids in Action“ ein voller Erfolg. Unsere Jugendreferentin Bianca und unser Jugendvertreter Lennart stellten ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine, dass für jede Menge Spaß, Bewegung und Teamgeist sorgte.

Freitag- Ankommen und Action

Nach der Anreise und dem Einchecken ging es direkt auf die Matte. Bei spannenden Teambuilding- Spielen und kleinen Wettkämpfen konnten sich die Teilnehmenden kennenlernen und erste sportliche Herausforderungen meistern.

Samstag – Duo- Wettkampf im Fokus

Der Samstag stand ganz im Zeichen des „Duo- Wettkampfs“. Bianca und Lennart präsentierten anschauliche Beispiele, bevor die Teilnehmenden in Gruppen eigene Duo- Techniken entwickelten und mit viel Stolz vorführten. Die Halle bebte- dank der Begeisterung aller Teilnehmenden und der stolzen Gesichter von Trainer, Trainerinnen und kids gleichermaßen.
 Zur Belohnung ging es mittags traditionell zum Eis essen bei Mario- eine Einladung des shjjv, die alle gern annahmen.

Sonntag – Selbstbehauptung: „Nicht mit mir!“

Der Sonntag widmete sich dem Thema Selbstbehauptung unter dem Motto „Nicht mit mir!“. Nach kurzen Einführungen durften die kids selbst kreativ werden. Sie zeigten nicht nur ihre Techniken, sondern auch, wie laut und selbstbewusst man sich mit der eigenen Stimme behaupten kann. Ein starker Abschluss eines großartigen Wochenendes.

Ein tolles Wochenende – viel zu schnell vorbei!

Mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck ging es zurück nach Hause.
Save the date: 17.-19.04.2026 – wir freuen uns jetzt schon!

Text: Bianca & Lennart

Vom 10. bis 11. Mai 2025 fand im SV Grönwohld (Schleswig- Holstein) das zweite Wochenende der Kursleiterausbildung statt. Im Fokus standen die Lehrproben der Teilnehmenden, die mit viel Engagement ihre Themen präsentierten und in ein ganzheitliches Kurssystem umsetzten. Die Freude am gemeinsamen Arbeiten war deutlich spürbar.

Geleitet wurde das Wochenende erneut von Michael Korn, der die Gruppe mit seiner Erfahrung sicher durch den Ablauf führte. Zum Abschluss konnten sich alle 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer- die aus 7 verschiedenen Bundesländern angereist waren- über ihre bestandene Lizenz freuen.

Ein rundum gelungenes Wochenende, dass nicht nur Wissen vermittelte, sondern auch Gemeinschaft und Motivation für die zukünftige Kursarbeit schuf.

Text: Bianca & Lennart Gebhardt

70 Ju-Jutsuka aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern trafen sich am 5. April 2025 beim SV Grönwohld zu einem intensiven und praxisorientierten Ju-Jutsu-Lehrgang unter der Leitung von Großmeister Herbert Büning. Im Mittelpunkt des Lehrgangs standen realitätsnahe Verteidigungstechniken gegen bewaffnete Angriffe sowie der Einsatz des Kubotan als effektives Hilfsmittel zur Selbstverteidigung.

Der erste Teil des Lehrgangs widmete sich der Abwehr gegen Angriffe mit dem Stock. Herbert demonstrierte zunächst verschiedene Angriffsmuster, bevor er effektive Verteidigungsstrategien vermittelte, die sowohl auf Abstand als auch in der Nahdistanz einsetzbar sind. Neben dem Erkennen von Bewegungsansätzen und das gezielte Stören der Angriffe wurden Folgetechniken wie Hebel, Würfe und Transportgriffe gezeigt, um eine Kontrolle des Angreifers zu ermöglichen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Abwehr gegen Messerangriffe – eine der gefährlichsten Situationen in der Selbstverteidigung. Hier legte Herbert besonderen Wert auf realitätsnahe Szenarien, in denen Messerangriffe aus kurzer Distanz erfolgen. Die Teilnehmer trainierten sowohl Ausweich- als auch Kontrolltechniken, wobei die eigene Sicherheit immer im Vordergrund stand.

Im zweiten Teil des Lehrgangs wurde der Kubotan als Verteidigungsmittel eingeführt. Nach einer kurzen theoretischen Einführung zu rechtlichen Grundlagen und praktischen Einsatzmöglichkeiten zeigte Herbert verschiedene Techniken zur Anwendung des Kubotan, insbesondere zur Schmerzpunktkontrolle und als Verstärkung von Hebeltechniken. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, die gezeigten Inhalte intensiv zu üben und Fragen direkt mit dem Referenten zu besprechen.

Der Lehrgang bot eine hervorragende Mischung aus Theorie, Praxis und realitätsnahen Anwendungen aus. Herbert überzeugte mit seinem fundierten Wissen, seiner langjährigen Erfahrung und einer methodisch-didaktisch Vermittlung. Die Teilnehmer verließen den Lehrgang mit einem erweiterten technischen Repertoire und einem gestärkten und realitätsorientiertem Verständnis für die Komplexität von Waffenabwehrsituationen.

Text/Fotos: Reiner Christ

Am Samstag, den 17. Mai 2025, fand in Flensburg ein intensiver Prüfungsvorbereitungslehrgang im Jiu-Jitsu unter der Leitung von Peter Schneider (10. Dan Jiu-Jitsu) statt. Der langjährige Referent des SHJJV brachte rund 40 motivierten Teilnehmenden praxisnah näher, worauf es in der Prüfung wirklich ankommt – mit einem klaren Blick für Details, einem strukturierten Aufbau und viel Erfahrung.

Schon zu Beginn wurde deutlich: Der erste Eindruck zählt. Sauberer Gi, vollständige Ausrüstung, pünktliches Erscheinen und respektvolles Grüßen – all das bildet den Rahmen, den eine gute Prüfung braucht. Ebenso wichtig: Vorbereitung, Grundfitness und Konzentration auf das eigene Handeln. Im Mittelpunkt des Lehrgangs stand die gezielte Fehleranalyse typischer Technikausführungen, unter anderem bei Grundtechniken, Würfen mit Umsetzung in die Selbstverteidigung, sowie bei Abwehrtechniken mit und ohne Körperkontakt und Waffenabwehr. Ein zentrales Thema: Logik in Angriff und Verteidigung. Die Techniken sollten nicht willkürlich aneinandergereiht werden, sondern schlüssig und realistisch aufeinander aufbauen. Peter legte außerdem Wert darauf, dass Techniken nicht einfach auswendig gelernt oder kopiert, sondern auf den eigenen Stil angepasst werden. Ein weiterer Schwerpunkt war die Bewegungslehre, insbesondere bei den Grundtechniken. Oft unterschätzt, aber entscheidend für die Qualität der Ausführung. Passend dazu: „Beine sind bewegliche Werkzeuge – nutzt sie.“ Für die Wurftechniken betonte Peter, dass sie aus realistischen Selbstverteidigungssituationen heraus gezeigt werden sollten – also eingebettet in sinnvolle Abläufe. Als Trainingstipp empfahl er, auch mal in T-Shirt oder Alltagskleidung zu trainieren, um die Praxistauglichkeit der Techniken zu überprüfen. Obwohl der Fokus auf dem Prüfungsanwärter liegt, erinnerte Peter daran, dass der Uke eine zentrale Rolle spielt: Ohne dessen präzise und kontrollierte Angriffe ist eine saubere Verteidigung nicht möglich. Ein engagierter und verlässlicher Uke ist essenziell für ein realistisches Technikbild und damit für eine überzeugende Prüfung. Der Lehrgang bot eine wertvolle Mischung aus Technikschulung, Bewegungslehre und strategischem Verständnis für die Prüfung.

Am 03.05.2025 fand in Lübeck der Landestechniklehrgang zur Prüfungsvorbereitung mit knapp 50 Teilnehmern statt. Prüfungsreferent Jens Dykow widmete sich zunächst den Anwendungsformen mit Pratzenarbeit. Herausgearbeitet wurden Beispiele für die Umsetzung der geschlossenen und der offenen Aufgabenstellungen: Führhand-Schlaghand-Führhand-Ellenbogen-Große Außensichel, Führhand-Schlaghand-Körperhaken-Schleuderwurf und Führhand-Schlaghand-Lowkick-Beinheber von innen. Die Prüfer wollen eher wenige, aber gut beherrschte Technikkombinationen sehen, die dynamisch und fließend ausgeführt werden.

Für die Verteidigung gegen einen schlagenden Angreifer in der Bodenlage sowie nach Wurftechniken wurden sowohl ein kämpferischer Ansatz mit Faustschützern als auch eher als Technikdemonstration angelegte Lösungen gezeigt. Beide Ansätze sind in der Prüfung möglich.

Für die Prüfungsanwärter ging es nach der Pause an das Prüfungsprogramm, von dem einige typische Knackpunkte abgefragt wurden. Parallel arbeiteten die restlichen Teilnehmer im Bereich Verteidigung mit dem Stock nach vorheriger Stockabwehr. Je ein Beispiel für Atemi-, Hebel-, Wurf- und Würgetechniken wurden jeweils ergänzt mit dem Aspekt der Weiterführung.

Den Abschluss bildeten ein paar Gedanken zum Prüfungsfach Angriffs- und Partnerverhalten – wie kann man hier als Prüfling punkten und was sollte man lieber nicht tun. Aber auch, was der Halo- und Hornseffekt ist und warum das was mit der Wahrnehmung des Prüfers zu tun hat und wie man als Prüfer dagegen arbeiten kann (keine Gesamtbewertung, viele Wechsel, Wahrnehmung und Bewertungen hinterfragen). Als Prüfling sollte der respektvolle Umgang mit den Partnern im Vordergrund stehen – Verletzungen und unnötige Risiken für die Partner vermeiden, kommunizieren und souverän sein.

Fotos und Text: Simone Töpfer