Beiträge

Elf angehende Prüfer und Prüferinnen konnten vorab in aller Ruhe mit den Onlinekursen zum Basiswissen für die Prüferlizenz alles nötige Theoriewissen aneignen. Die Lernform kommt nach dem Teilnehmerfeedback gut an: „Die Beiträge sind gut strukturiert und verständlich erklärt, sodass man dem Inhalt problemlos folgen kann. Hilfreich ist auch, dass wichtige Dokumente verlinkt sind.“ oder „Es gefällt mir, dass ich den Theorie-Part flexibel durcharbeiten kann und dadurch die Präsenzzeit verkürzt wird. So kann bei einem engen Zeitbudget eher die Lizenzausbildung absolviert werden.“

Auch für die Fortbildung gab es Onlinematerial, insbesondere zum Thema Bewertungskriterien, das auf den Präsenztermin vorbereitete. So konnte die Zeit am 31.1.2026 unter der Leitung von Prüfungsreferent Jens Dykow im Dojo des Lübecker Judo Club ganz überwiegend für die Praxis genutzt werden.

Nachdem die Neuprüfer im Rollenspiel erste Erfahrungen als Prüfer sammeln konnten, wie die Welt von Prüfertisch aus aussieht, kamen Neuaus- und Fortbildung zusammen.

Zur Abwicklung von Vereinsprüfungen gab es ein eindeutiges Votum der Teilnehmer, auf ein für Schleswig-Holstein neues Modell mit Materialverkauf statt Abrechnung auf Prüfungsbasis umzusteigen. Prüfungsreferent Jens Dykow wird das im Laufe des Jahres 2026 in die Wege leiten.

Schwerpunkte im Feedback nach einem Jahr mit dem neuen Prüfungsprogramm hoben die neuen Aufgabenstellungen bei den Bodentechniken, den umstrukturierten Aufbau bei Stock- und Messerabwehr sowie die geschlossenen und offenen Aufgabenstellungen in den Anwendungsformen als Nachfolge der Komplexaufgaben hervor. Als weniger geglückt wurde unter anderem genannt, das die Bewegungsformen weniger im Fokus stehen (was schon jetzt zu einer Tendenz hin zu Stand-Ju-Jutsu führe), dass noch weniger Vorkenntnisse gefragt sind, die Freie Auseinandersetzung nur noch optional ist und Techniken in den Kyugraden zu eng vorgegeben sind. Insgesamt wurde bedauert, dass das neue Prüfungsprogramm nicht wie erhofft zu einer Verbesserung, sondern zunächst zu einer Verschlechterung des Prüfungsniveaus geführt hat.

Hauptteil der Aus- und Fortbildung war jedoch die gemeinsame Arbeit an den Bewertungskriterien. Zu den Prüfungsfächern erarbeiteten die Teilnehmer Beispiele, die dann anhand der Kriterien bewertet wurde. Zu jedem Beispiel wurden von allen Wertungskärtchen mit Punkten von eins bis fünf hochgehalten. Viele Bewertungen lagen schon sehr eng beieinander, manche wichen ab – die jeweils folgende kurze Diskussion brachte die Prüfer einen Schritt weiter in Richtung einer gewissen Justierung auf gemeinsame Auslegungen der Kriterien. Das Thema Bewertungskriterien schien bei den Teilnehmern anzukommen: „Besonders gut gefallen und hilfreich für die Bewertung von Prüflingen sind die Bewertungskriterien der Prüfungsfächer.“ oder „Am meisten hat mir der Teil Bewertungskriterien gefallen!“

Als Dominik Höer (2. Dan Ju-Jutsu) zusagte, auf dem Prüfungsvorbereitungslehrgang am 11.10. in Lübeck zu referieren, ahnte er wohl nicht, dass er da dann gleich vor fast 80 Teilnehmern stehen würde. Er hat seinen Job super gemacht, mit seiner technisch sauberen Darstellung und seinem BJJ-Knowhow setze er wichtige Impulse in den Bereichen Verteidigung aus der Bodenlage und Würgetechniken mit den Beinen – mit schlüssigen Erklärungen zu Details, Eigensicherung und Einsetzbarkeit, insbesondere zur Wichtigkeit der eigenen Stabilität, dem Stören der Stabilität des Gegners, zur Wahl der eigenen Technik orientiert an Positionierung und Körperhaltung des Gegners, wie auch zur Art der Bewegung am Boden, um effektive und effiziente Techniken ausführen zu können.

Dieser Teil des Bodenkampfes wurde schon im Bereich des Aufwärmens besonders in den Fokus gestellt – ob mit simplen Bewegungsformen am Boden oder auch Partnerübungen, die zu einer Mischung aus Kampf und Spiel führten.
Der Applaus am Ende seines Teils deutete an, dass es in Zukunft gerne mehr Lehrgänge mit ihm geben sollte!

Prüfungsreferent Jens Dykow gab indessen Tipps für Aufbau, Training und Durchführung der Freien Darstellung – neben technischem Anspruch und korrekten und sinnvollen Techniken sollten auch das Gesamtbild, Körperhaltung und Ausdruck stimmen.

Ein weiterer gewünschter Schwerpunkt war die Messerabwehr – es gibt unzählige Ansätze dazu, aber welche Kriterien setzen die Prüfer bei der Bewertung an? Jens zeigte am Beispiel Reactive Knife, wie sinnvolle Abwehr mit Distanz-/Winkelarbeit, passender Abwehrtechnik und Kontrolle umgesetzt werden kann, wie die Kontrolle des waffenführenden Arms in der Folge erhalten bleibt bis zur Entwaffnung oder Kampfunfähigkeit, wie man Schnitt- oder Stichtreffer sowie Griffe in die scharfe Seite der Klinge bei Folgetechniken vermeidet, wo man auf Eigensicherung (z.B. gegen die zweite Hand des Angreifers) achten muss, wie eine funktionale Entwaffnung aussehen kann (z.B. mit der Nutzung von Hebelwirkung), und wie das Messer für Folgetechniken ergonomisch ohne Eigengefährdung eingesetzt werden kann.

Zum Abschluss ging es nochmal in das Thema Wahrnehmung und Kognition und warum das was mit Prüfungen und meinem Angreifer- und Partnerverhalten zu tun hat – wie kann ich als Prüfling dort punkten: Prüfling durch sinnvolles Angreiferverhalten unterstützen (dynamische Angriffe ohne zu übertreiben, Weiterführung und Gegentechniken mit eigenen Reaktionen ermöglichen usw.), auf unterschiedliche Voraussetzungen der Partner eingehen und deren Gesundheit im Auge behalten (keine riskanten Techniken bei nicht dafür geeigneten Partnern) sowie natürlich auch sich selber als Partner anbieten.

Prüferlizenzfortbildung Ju-Jutsu

Thema: Fortbildung / Verlängerung zur Prüferlizenz Ju-Jutsu

Zeit: Samstag, 31. Januar 2026, 13:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr

Veranstalter: Schleswig-Holsteinischer Ju-Jutsu Verband e.V.

Durchführung: Zur Verlängerung der Prüferlizenz muss vor dem 31.1.2026 eine Online-Schulung durchgearbeitet werden. Am 31.1. ist ein gemeinsamer Präsenztermin auf der Matte.

Ausrichter: wird gesucht; Bewerbungen bitte an pruefungsreferent@shjjv.de
Ort: noch offen
Leitung: Jens Dykow (Prüfungsreferent)

Anmeldung: Bis 17.1.2026 an pruefungsreferent@shjjv.de unter Angabe einer E-Mailadresse (für den Zugang zur Online-Schulung). Wer sich früher anmeldet, hat mehr Zeit für die Durcharbeitung der Online-Schulung.

Ausschreibung
31.01.2026 – Prüferlizenzfortbildung

Prüferlizenzausbildung Ju-Jutsu

Thema: Neuausbildung zur Prüferlizenz Ju-Jutsu

Zeit: Samstag, 31. Januar 2026, 10:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr

Veranstalter: Schleswig-Holsteinischer Ju-Jutsu Verband e.V.

Durchführung: Zum Erwerb der Prüferlizenz muss vor dem 31.1.2026 eine Online-Schulung durchge-arbeitet werden. Am 31.1. ist ein gemeinsamer Präsenztermin auf der Matte.

Ausrichter: wird gesucht; Bewerbungen bitte an pruefungsreferent@shjjv.de
Ort: noch offen
Leitung: Jens Dykow (Prüfungsreferent)

Anmeldung: Bis 17.1.2026 an pruefungsreferent@shjjv.de unter Angabe einer E-Mailadresse (für den Zugang zur Online-Schulung). Wer sich früher anmeldet, hat mehr Zeit für die Durcharbeitung der Online-Schulung.

Ausschreibung
31.01.2026 – Prüferlizenzneuausbildung

Landestechniklehrgang

Thema: Prüfungsvorbereitung zur Landesprüfung
Inhalt: Schwerpunkte aus dem Prüfungsprogramm Ju-Jutsu 2. Kyu bis 5. Dan
Referent: Dominik Höer, 2. Dan Ju-Jutsu / Jens Dykow, 7. Dan Ju-Jutsu

Zeit: Samstag, 11. Oktober 2025, 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Veranstalter: Schleswig-Holsteinischer Ju-Jutsu Verband e.V.
Ausrichter: Lübecker Judo Club e.V.
Ort: Dojo des LJC, Falkenstraße 39, 23564 Lübeck
Leitung: Jens Dykow

Anmeldung: Per E-Mail bis zum 4. Oktober 2025 an pruefungsreferent@shjjv.de

Ausschreibung
LaTeLe 11.10.2025 in Lübeck

Für den Prüfungsvorbereitungslehrgang am 3. Mai in Lübeck sind schon die Themen Anwendungsformen/Pratzenarbeit, Verteidigung in der Bodenlage (2./1. Kyu) sowie Partnerverhalten gesetzt.

Gibt es darüberhinaus Themen, die Ihr gerne behandelt haben wollt? Teilt sie mir gerne mit (pruefungsreferent@shjjv.de), es soll Euer Lehrgang sein und Euch bei Euren Themen weiterbringen!

Bringt bitte Faustschützer und, soweit vorhanden, Pratzen mit, damit wir optimal arbeiten können 🙂

Viele Grüße,
Jens

Landestechniklehrgang

Thema: Prüfungsvorbereitung zur Landesprüfung
Inhalt: Schwerpunkte aus dem Prüfungsprogramm Ju-Jutsu 2. Kyu bis 5. Dan
Referent: Jens Dykow, 7. Dan Ju-Jutsu

Zeit: Samstag, 3. Mai 2025, 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Veranstalter: Schleswig-Holsteinischer Ju-Jutsu Verband e.V.
Ausrichter: TuS Lübeck von 1893 e.V.
Ort: Sporthalle in der Adolf-Ehrtmann-Straße, 23566 Lübeck
Leitung: Torsten Neubauer

Anmeldung: Per E-Mail bis zum 26. April 2025 an jujutsu@tus-luebeck.de

Ausschreibung
LaTeLe 03.05.2025 in Lübeck_TuS

Gegentechniken, egal ob Würfe aus der Bewegung, Hebel oder Würger, als erste Reaktion gegen einen Angriff stellten die Referenten Rinke Karina Schmidt und Jens Dykow am 8.02.2025 im Lübecker Judo Club im Ablauf vor die Weiterführung – denn ohne Gegenreaktion gibt es keine Weiterführung. Wobei für die Prüfung im Ju-Jutsu angenommen wird, dass die versuchte Technik zumindest so gut vorbereitet und ausgeführt wird, dass eine Reaktion direkt mit Atemi nicht möglich wäre – für die realistische Selbstverteidigung wäre das natürlich auch ein probates Mittel.

Die 43 Teilnehmer vom 6. Kyu bis 9. Dan – auch Ehrenmitglied Manfred Feuchthofen war dabei – bekamen sowohl konkrete Beispiele (Lernstufen eins und zwei: Techniken nachmachen und anwenden) als auch Methoden wie Stop-Motion, Zeitlupe und Verkettungen an die Hand (Lernstufen 7 und 8: das Prinzip verstehen und anwenden).

Die Weiterführung von Wurf-, Hebel- und Würgetechniken begann dann mit den zuvor geübten Gegenreaktionen und wurde je nach Erfahrung ergänzt um freie Aktionen des Partners. Wie immer ist Weiterführung eine Wundertüte – man weiß nie, welche Technik einem der Uke zuspielt. Manchmal ist es auch keine „Technik“ in dem Sinne, dass sie einen Namen hat und in irgendeiner Techniksammlung steht. Das ist nicht wichtig, solange die Reaktion von Tori (bzw. dem Prüfling) einem Prinzip wie Gleichgewichtsbrechung, Gelenkmanipulation usw. folgt und damit das Kriterium der Weiterführung erfüllt ist. Das gilt auch für die Weiterführung von Atemitechniken, wobei hier auch das in Richtung der Kraft erfolgende Wegwischen des Blockarms einen direkten Erfolg bringt.

Dieser Lehrgang war nicht nur mit Techniken gefüllt, er vermittelte auch für alle Teilnehmer, von Kyu bis Dan, den Einblick in Theorie und Prinzipien – und dabei kam der Spaß auch nicht zu kurz.

Vielen Dank an alle, die bereits auf die Umfrage zur Einführung des neuen
Prüfungsprogramms geantwortet haben!

Das Feedback zeigt Wirkung: die ersten in der Umfrage gewünschten Themen, darunter
Gegentechniken gegen Würfe aus der Bewegung und Weiterführung Atemi, werden beim
Landestechniklehrgang am 8.2. mit auf dem Programm sein (-> bitte meldet Euch gerne bis
zum 1.2. dafür an :-)).

Wer das noch nicht gemacht hat – gebt gerne Euer Feedback
(https://www.shjjv.de/breitensport/ju-jutsu/pruefungswesen/umfrage-zur-einfuehrung-des-ne
uen-pruefungsprogramms-ju-jutsu/
), dauert nicht lange und ist anonym. Die bis 31.1.
eingesandten Rückmeldungen fließen noch in die Auswertung zur Mitgliederversammlung
ein, späteres Feedback wird aber trotzdem genauso berücksichtigt werden!

Viele Grüße,
Jens

Am 23. November 2024 fand in Breitenfelde eine kombinierte Trainerfortbildung und ein Landestechniklehrgang unter der Leitung von Jens Dykow, 7. Dan Ju-Jutsu, statt. Der Schwerpunkt beider Veranstaltungen lag auf der Theorie und Praxis von Hebeltechniken, ergänzt durch Aspekte der Freien Darstellung.

Trainerfortbildung – Theorie
Der Vormittag war der Trainerfortbildung gewidmet, die sich rein auf theoretische Inhalte konzentrierte. Jens Dykow erläuterte u.a. die Grundlagen der Hebeltechniken aus physikalischer und Ju-Jutsu-spezifischer Sicht. Dabei wurden die Wirkungsweise von Hebeln und verschiedene Trainingsmethoden thematisiert. Anschließend ging es um die Freie Darstellung, wobei deren Definition, zentrale Erfolgsfaktoren und geeignete Trainingsmethoden im Fokus standen.

Landestechniklehrgang – Praxis
Am Nachmittag stießen weitere Teilnehmer hinzu, um die theoretischen Inhalte in die Praxis umzusetzen. Jens betonte, dass es nicht um die Vermittlung neuer oder spektakulärer Techniken ging, sondern um das Verständnis und die gezielte Anwendung grundlegender Prinzipien bei Hebeltechniken. Dabei legte er besonderen Wert auf die Manipulation des Trainingspartners, um die optimalen Voraussetzungen für effektive Hebel zu schaffen. Wichtige Aspekte sind hierbei u.a. die richtige Distanz, Winkel und Höhe.

Jens Dykow überzeugte mit seiner klaren Didaktik und seiner praxisnahen Vermittlung, die allen Teilnehmern wertvolle Impulse für Training und Technikverständnis bot. Der Lehrgang wurde von den Teilnehmern als äußerst lehrreich und motivierend empfunden.